Autor: | Kategorie: Transport News |

Es ist Winter und der Frühling lässt weiter auf sich warten. Viele Straßen gleichen einem Acker, die Zahl der Schlaglöcher ist sehr hoch. Hinzukommen marode Brücken, die Auto- wie LKW-Fahrern zu schaffen machen. Möglichkeiten gegen Schlaglöcher werden erprobt, die Brückensanierung und-prüfung wird andauern.

Die tägliche Fahrt durch Städte oder über Land gleicht im Winter oft einem Hindernisparcour. Aufgrund der zusätzlichen Belastung des Asphalts durch Kälte, Eis und Streusalz, sprießen die Schlaglöcher wie Pilze aus dem Boden. Um Kosten in der Instandhaltung zu sparen, arbeiten Forscher an neuen Asphaltbelägen. Umstritten ist der sogenannte Flüsterasphalt. Zwar reduziert er den Lärm und verhindert Gischtfontänen, jedoch ist er teuer und das Glatteisrisiko ist erhöht.

Der Flüsterasphalt senkt reduziert die Geräusche um 5 Dezibel und die Fahrzeuge haben einen besseren Grip. Der Asphalt ist offenporig und kann dadurch Wasser und Geräusche schlucken. Streusalz sammelt sich allerdings ebenfalls in den Poren an und im Winter ist das Risiko von Glatteis erhöht. Rutschgefahr besteht ebenfalls bei Starkregen, da sich das Wasser in einer Senke ansammelt. Alternativen gibt es jedoch schon. In der Nähe von Vlissingen wurde Asphalt getestet, der länger hält und der sich auf Grund der Struktur und der Stahlwolle-Fasern selbst „heilt.“

Neben den Schlaglöchern haben die LKW-Fahrer mit Brückensperrungen zu kämpfen, da diese marode sind. Manch Einer muss wegen der Fahrverbote Umwege bis zu 150km in Kauf nehmen. Andere ignorieren die Fahrverbote und bezahlen eine Geldstrafe in Höhe von 20€. Billiger als die Kosten, die durch den Umweg entstehen. Stark gefährdet ist die Strecke der deutschen A45 zwischen Gießen und Dillenburg. Mehr als die Hälfte der dortigen Brücken ist sanierungsbedürftig. Nur fehlt das Geld. Die zusätzlich gebrauchten Finanzmittel sollen durch eine Ausweitung der LKW-Maut und der Einführung der PKW-Maut erschlossen werden.

Ein Lichtblick: die Sperrung der Leverkusener Brücke auf der A1 soll am 3. März wieder für den Verkehr komplett freigegeben werden.

 

Quelle: wdr.de, zukunft-mobilitaet.de