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Der Autobahnschütze wurde überführt!

Über fünf Jahre hat der sogenannte Autobahnschütze LKW-Fahrer, Transporteure und Spediteure unter Anspannung gesetzt. Komme ich mit meiner Ware unversehrt am Zielort an?

Über 700 Mal schoss er aus seinem Führerhaus auf hauptsächlich Autotransporte. Querschläger schlugen in Häuserfassaden ein, zwei Personen sind zu Schaden gekommen.

Wie kann man einen Täter festnehmen, wenn außer folgenden Hinweisen nichts vorliegt?

  • Ungefähre Zeit
  • Ungefähre Strecke
  • Vermutlich ein LKW-Fahrer

Deutschlandweit sind mehrere hunderttausend LKW täglich auf den Straßen unterwegs und die Einschüsse wurden erst am Zielort oder an Raststätten und Autohöfen bemerkt.

Daten der Mautkontrollstationen durften aus Datenschutzgründen nicht genutzt werden. Von der Polizei gestellte LKW als Lockwagen brachten die Suche auch nicht voran. Als die Mittel zur Täterfindung fast erschöpft waren, stellten Polizisten Kameras auf und überwachten den fließenden Verkehr. Tausende Kennzeichen sind überprüft und auf den Strecken abgeglichen worden und brachten die Polizei endlich auf eine heiße Spur!

Als der Schütze wieder zuschlug, wurden die Kennzeichen auf den betroffenen Strecken verglichen und schränkten die Tatfahrzeuge ein. Mobilfunkdaten wurden ebenfalls erhoben und brachten die Ermittler zum Täter: einen 57-Jährigen LKW Fahrer der selbst das Heft in die Hand nahm, da Krieg auf deutschen Autobahnen herrsche.

Die Taten gestand er auf Anhieb und alle können nun tief durchatmen und entspannter fahren.