Autor: | Kategorie: Frachtenbörsen News, Transport News |

Die Transportbranche ist eine der größten und wichtigsten Branchen hierzulande und der Güterverkehr garantiert und, dass wir unsere Waren pünktlich im Regal liegen haben. Nur wie die Waren in den Einzelhandel kommen, gefällt vielen nicht: über die LKW. LKW seien gefährlich, tickende Zeitbomben, zu laut, verschmutzen die Umwelt und die LKW seien schlichtweg im Weg. Die Kritik bekommt anstatt der Spedition der Fahrer zu spüren, obwohl er nur seine Arbeit verrichtet. Durch Organisationen wie dem Camion Pro e.V und den Transportbotschaftern bekommen die Fahrer Unterstützung.

Aktuell sind in Österreich knapp 400.000 LKW registriert und der Trend weist nach oben. Ein Großteil des Güterverkehrs wird über die Straße abgewickelt, da man auf der Straße wesentlich günstiger und flexibler agieren kann. Mit Schiffen und Zügen kann man beim Einzelhandel nicht vorfahren.  LKW-Fahrer müssen bestimmte Anlieferungs- und Abholzeiten wahrnehmen und beim Ab- und Beladen des Fahrzeugs helfen. Die Fahrten zu den Distributionszentren sind zeitlich genau geplant, Staus und Pannen jedoch nicht eingerechnet! Wenn der Fahrer nun im Stau stand und zu spät kommt, muss er mit längeren Wartezeiten rechnen. Die Fahrer sind gezwungen flexibel zu sein und die Ruhezeiten in den Tag zu legen statt in die Nacht. Nicht nur der Biorhythmus auch Familien leiden darunter.

Die Lenkzeiten sind für einen Fahrer festgeschrieben und nicht flexibel. So darf er zweimal am Tag 4.5 Stunden am Stück mit einer 45 minütigen Pause fahren. Danach muss eine Ruhepause von 11 Std. eingelegt werden. Werden die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten, muss der Fahrer tief in die Tasche greifen. Manche Unternehmen übernehmen die Strafen, Hauptsache die Ware kommt pünktlich beim Kunden an. Kontrollen werden durchgeführt. Bei unseren Nachbarn in Deutschland weisen knapp 20% der Kontrollen Verstöße gegen die Lenkzeiten auf. Hier sagt nur jeder zweite, dass er/sie keine Zeiten überschreite.

Eine weitere Herausforderung für Fernfahrer ist es, einen sicheren Parkplatz auf einem Rastplatz zu finden. Rund 70% der Lenker klagen über schwierige Parkplatzsuchen in der Nacht. Die Hälfte der Befragten berichtet von gelegentlicher Angst auf den Rastplätzen. Es fehlen rund 1200 Stellplätze, sowie ein Gefühl der Sicherheit. Die Suche nach einem Rast- und Parkplatz erschwert es, die Lenkzeiten einhalten zu können. „Wir wollen nicht, dass Fahrer dazu genötigt sind – so wie dies in Deutschland in Ermangelung von Stellplätzen schon vorkommt -, ihre Ruhepausen auf Pannenstreifen illegal verbringen zu müssen“, so der AK Präsident.

Die AK hat einen 5-Punkte Paket vorgestellt für mehr Sicherheit und mehr Jobs sorgen sollen. Die Lenkzeiten sollen öfter und besser kontrolliert werden. Zudem sollen bei diesem Punkt nicht allein die Fahrer die Strafe zahlen müssen, sondern auch die Verantwortlichen Unternehmen. Nebst Lenkzeitkontrolle sollen die Lenker auch auf Versicherungen kontrolliert werden. Der dritte Punkt im Paket beschreibt den Ausbau der Tastplätze und Kontrollen der LKW und Hänger, da Stellflächen mit Lagerflächen verwechselt würden. Zudem sollen auf den Rastplätzen Überwachungssysteme installiert werden. Zu guter Letzt soll die Aus-und Weiterbildung der Fahrer gefördert werden. Die Kosten sollen per Gesetzt von den Unternehmen übernommen werden.

 

Quelle: Arbeiterkammer.at