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Der Münchner Flughafen ist der sechstgrößte Flughafen Europas und ein wichtiges Drehkreuz. Etwa 100 Fluggesellschaften starten und landen in München und verbinden die bayrische Hauptstadt mit 230 Zielen in 70 Ländern. Im Jahr 2012 wurden über 38 Millionen Reisende abgefertigt. Im Cargo-Bereich ist auch ein plus zu verzeichnen. So wie es aussieht, kann die dritte Startbahn nun doch gebaut werden.

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Quelle: sueddeutsche.de

Am Münchner Flughafen in Freising wurde am 17. Mai 1991 der Betrieb aufgenommen und seither wurde sich die Position des zweitgrößten und wichtigsten Flughafens Deutschland erarbeitet und verdient. Um diese Stellung zu halten und zu festigen, wurde eine dritte Startbahn in Auftrag gegeben, jedoch stoppte ein Bürgerentscheid das Projekt. Mehr als 90 Flugbewegungen pro Stunde wolle man nicht. Die Lärmbelästigung würde steigen und Flugzeuge würden in 100 Meter Höhe über anliegende Wohngebiete fliegen und Gegenstände, die nicht schwer genug sind, aufwirbeln.

Gegner sind der Meinung, dass eine dritte Startbahn überflüssig sei, da das Flugaufkommen in den letzten Jahren gesunken ist. Dies stimmt auch, da immer größere Maschinen mit mehr Passagieren in München landen und starten und somit Flüge wegfallen. Im Vergleich zu 2012 sank die Zahl der Flugbewegungen um 4 %. Die Luftfracht nahm von 2012 auf 2013 ebenfalls ab. Allerdings „nur“ 0,9 %.  Mit der zusätzlichen Startbahn erhofft sich die Gegenseite eine bessere Position in Europa im Bereich Passagierzahlen und Frachtaufkommen.  So könnten dann 120 Flugbewegungen pro Stunde durchgeführt werden.

Nach einem Bürgerentscheid vor zwei Jahren wurde der Bau gestoppt. Der Verwaltungsgerichtshof in München wies den Einspruch der Gegner zurück. Nun warten die Befürworter noch darauf, dass das Urteil rechtskräftig ist. Flughafenchef Michael Kerkloh jubilierte nach der Entscheidung: „Wir haben jetzt die Chance, den Flughafen München als leistungsstarkes internationales Luftverkehrsdrehkreuz weiterzuentwickeln“.
„Mit der Abweisung der Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss sind wir auf dem Weg zur Realisierung der dritten Start- und Landebahn am Flughafen München einen kleinen Schritt weiter“, sagte vbw-Geschäftsführer Bertram Brossardt. „Die heute noch gute Wettbewerbsposition des Flughafens darf nicht geschwächt werden.

Ob die Startbahn nun gebaut werden kann, bleibt dennoch fraglich, da sich die Münchner Bevölkerung gegen eine Startbahn ausgesprochen hat. Der amtierende Bürgermeister ist ebenfalls gegen den Bau und sollte bei den Kommunalwahlen im Herbst wieder ein CSU-Politiker das Bürgermeisteramt erhalten, will dieser auch am Nein festhalten. Horst Seehofer möchte den Bau mit allen Mitteln durchbringen. Abwarten.

 

Quelle: deutsche-mittelstands-nachrichten.de, sueddeutsche.de, munich-airport.de