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achtungVorsicht Glatteisgefahr! Jedes Mal wenn die Temperaturen Richtung Nullpunkt sinken, steigt das Risiko von Glatt- und Blitzeis. Gefährdet hiervon sind insbesondere Brücken und Überführungen, da diese schneller auskühlen als Straßen. Einige Pilotprojekte von beheizten Straßen weisen Erfolge auf. Werden somit die Meldungen von Massenkarambolagen aufgrund von Glatteis weniger?

Heute wird man von Radios, Bekannten und vom Auto gewarnt: Vorsicht, Glatteisgefahr! Diese Warnungen tauchen bei Temperaturen bis 4° C auf. Die Gefahr von Glatteis wird oft unterschätzt. Während die Straße in der Stadt oder auch auf dem Land noch eisfrei ist, hat sich auf der Brücke bereits eine dünne Eisschicht gebildet. Wer hier schon einmal ins Schlingern geraten ist, weiß, dass es Besseres gibt und Vorsicht zu walten gilt.

Viele haben bestimmt schon an folgendes gedacht als sie mit dem Fahrrad bei Schnee und kaltem Wetter unterwegs waren: warum kann man nicht einfach die Straßen beheizen? So blieben unliebsame Bekanntschaften mit dem Boden aus und Autos schlitterten nicht über die Straße. Theorien und Modelle gibt es hierfür en masse. Die ersten Pilotprojekte wurden bereits gestartet.

Im Jahr 2011 bereits wurde die erste beheizte Brücke in Schleswig-Holstein für die Verkehrsteilnehmer freigegeben und im Februar 2012 bestand sie auch den Härtetest. Die Fahrbahn war trotz minus 10° Außentemperatur und Schnee eisfrei. Mithilfe von Erdwärme aus einer Tiefe von 80m ist dies möglich. „Wenn es noch kälter als minus zehn oder minus zwölf Grad wird, gerät die Anlage auch an ihre Grenzen. Aber dann ist ohnehin der Winterdienst unterwegs und streut die Straßen. Die Fahrbahnheizung ist gerade für Temperaturen um den Gefrierpunkt gedacht, wenn es auf Brücken schon glatt ist und auf erdgebundenen Fahrbahnen noch nicht“, sagte Sommerburg.

Bei den Eidgenossen gibt es das System der heizbaren Brücke. Am Thunersee sind unter der Fahrbahndecke Edelstahlrohre installiert und durch einen Wärmetauscher wird die aus dem Asphalt gewonnene Energie in einen Felsspeicher gepumpt. Im Sommer ist die Fahrbahn gekühlt während sie im Winter gewärmt wird. Einziger Nachteil: die Kosten.

Solange die Kosten zu hoch sind und die Straßen weiter gestreut werden müssen bleibt allen Verkehrsteilnehmern zu raten: Vorsichtig fahren und unnötige Manöver und Fahrten vermeiden. Der Winter hat schließlich auch seine angenehmen Seiten.

 

Quelle: abendblatt.de, zeit.de