Autor: | Kategorie: Transport News |

In Frankreich hat man es aktuell als Lkw-Fahrer nicht leicht. In Calais muss man damit rechnen, dass Flüchtlinge sich im Ladungsraum verstecken oder die Tunneleinfahrt blockieren und es durch Zwischenfälle dieser Art zu Verspätung von bis zu zwei Stunden und länger kommen kann. Die Polizei hat ihre Präsenz vor Ort verstärkt. Zudem wurden weitere Sicherheitskräfte eingesetzt.

Innerhalb des Landes kam es zu einem Verkehrschaos, da Viehzüchter gegen niedrige Fleisch- und Milchpreise protestierten. An der deutschen Grenze, insbesondere in Elsass-Lothringen, kam es in den vergangenen Tag zu längeren Staus, da die französischen Landwirte gegen von ihnen empfundenen Wettbewerbsverzerrungen protestierten und Straßen und Brücken nach Deutschland blockierten. Pkw wurden durchgelassen, Lkw kontrolliert. Sofern landwirtschaftliche Produkte geladen waren, wurden die Lkw-Fahrer gezwungen umzukehren. Lkw mit einer anderen Ladung durften weiterfahren.

Warum werden die Straßen blockiert?

Seit Sonntagabend, 26. Juli, protestieren die französischen Landwirte an sechs Standorten. Sie beklagen, dass durch Erntehelfer aus Osteuropa die Arbeitskosten in Deutschland deutlich niedriger seien und somit die Ware günstiger verkauft werde und dadurch der Wettbewerb nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch an der Grenze zu Spanien kam es zu solchen Blockadeaktionen. Hier drohten sie jedoch damit, die Ladung auf die Straße zu kippen, sollten die Lkw nicht umkehren. Die Regierung schätzt, dass etwa jeder zehnte französische Agrabetrieb vor der Insolvenz stehe und alle zusammen mit ca. einer Milliarde Euro verschuldet seien. Seit Mittwoch hat die Regierung ein Krisenprogramm mit Steuererleichterungen und Lohngarantien auf dem Tisch, jedoch ist ein Ende der Proteste nicht in Sicht. Die Preise für Milch, Fleisch und andere Erzeugnisse fallen aufgrund der veränderten Ernährungsweise in Frankreich sowie eine rückläufige Nachfrage aus China und Russland.



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