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Der meteorologische Frühling hat bereits Anfang März begonnen, jedoch lässt der Frühling weiter auf sich warten. Anfang April wird örtlich in niederen Lagen fleißig Schnee geschaufelt. Der Frühling hat wohl verschlafen. Genauso wie die Wirtschaft, die nicht in Schwung kommt. Einzelne Sonnenstrahlen wie positive Nachrichten aus der Wirtschaft werden ausgiebig genossen.

IMG_5168_colorDas ewige Grau zerrt an den Nerven genauso wie die Prognosen einer stagnierenden oder gar schwächelnden Wirtschaft. Krise hier, Krise dort. Hier in Deutschland spürt man als Verbraucher nicht so viel davon. Die Spediteure sind die Ersten, die wissen und spüren, welche Richtung die Wirtschaft einschlagen wird. Wird es Wachstum geben oder bleiben Aufträge und Nachfrage aus?

 

Das letzte Quartal im Jahr 2012 ließ die Unternehmen auf einen starken Frühling mit Aufschwung und dicken Auftragsbüchern hoffen, doch dann kam der Winter und wollte nicht mehr gehen. Transporte verzögerten sich, Baustellen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, da Schnee und Eis das Land im Griff hatten und weiterhin haben, und die Nachfrage ging stark zurück. Hinzukommt die Grippewelle, die viele Betriebe in ihrem Tagesgeschäft stark eingeschränkt hat. Nichtsdestotrotz geht es nun wieder bergauf.

Ein Indiz hierfür ist das Transportbarometer des Düsseldorfer Unternehmens TimoCom. Das Transportbarometer zeigt das Verhältnis der Fracht- und Laderaumkapazitäten auf. Hierdurch können Disponenten  besser einschätzen, wie sie momentane Lage aussieht und dementsprechend Fahrten planen und kalkulieren. Während im Januar das Verhältnis durchschnittlich 36:64 war, ist es aktuell 52:48. Das sind Zahlen, die man sich mit Freuden anschaut.

Marcel Frings, Chief Representative der TimoCom, erklärt die rosigen Aussichten folgendermaßen: „Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, so gehe ich von einem ähnlich steilen Anstieg, zumindest in den nächsten Wochen, aus. Das Transportbarometer zeigt aktuell einen Frachtanteil von 39 Prozent. Das Jahr hat im Frachtbereich im Vergleich zu 2012 gut angefangen, ist dann aber noch mehr durchgesackt als in 2011. Ich nehme an, dass die Frühjahrsbelebung mit steigenden Temperaturen und das Ende der Winterpause auf dem Bau einen positiven Einfluss auf den Transportmarkt nehmen. Viele Hobbygärtner möchten nach einer langen Phase des Verzichts endlich wieder Blumenerde kaufen und im Garten aktiv werden.“

Der Verband Promobilität geht noch einen Schritt weiter und prognostiziert ein Wachstum nicht nur für das Jahr 2013, sondern ein kontinuierliches Wachstum bis 2016. Der Frühling kann kommen.

 

Quelle: verkehrsrundschau.de, promobilitaet.de