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Wenn Sie go green hören, denken Sie an Nachhaltigkeit, Stoffsackerl und Umweltschutz. Ich meine jedoch etwas anderes. Neulich habe ich von Jürgen Feder gehört, ein deutscher Botaniker, der das Bundesland Niedersachsen und die dortige Flora und Fauna kartographiert hat. Die Entdeckungen,  die er gemacht hat, teilt er mit solch einer Begeisterung, dass man am liebsten direkt ins Grüne möchte: Go Green.

Go green

Die Grünstreifen der Autobahnen sowie die Raststätten sind immer grün und wild bepflanzt. Pflanzen, die gerne als Unkraut bezeichnet werden und dennoch nett anzusehen sind, kommen nicht immer aus der Region. Vermehrt an Raststätten und Grünstreifen von Autobahnen entdeckte Jürgen Feder Pflanzen aus Westasien, Bulgarien oder auch Italien; Breitengrade mit anderem Klima und dennoch tauchen diese Pflanzen hier auf, gedeihen und machen die Straßen und insbesondere Autobahnen grüner. Im deutschen NDR bei der Talkrunde Tietjen und Hirschhausen brachte er von unterwegs sogar eine Pflanze mit, die normalerweise in Südafrika wächst.

Wie kommen die Pflanzen von so weit weg nur hierher?

Natürlich ist der Wind ein Transportweg, jedoch müssten die Pflanzen dann überall wachsen, oder? Die Pflanzensamen reisen mit den LKW, Zügen und den zu transportierenden Waren. Wenn der LKW oder die Züge stillstehen, können Samen abfallen. Der Regen lässt die Samen keimen und die Pflanzen wachsen. Die Pflanzen aus Südafrika kamen wohl mit der Schafswolle. Überall wachsen die Pflanzen allerdings nicht, da sie meist nährstoffarme Böden bevorzugen. Durch den sauren Regen übersäuern die Böden und nur wenige Pflanzen können dort gedeihen.

Also, LKW und alle anderen Transportmittel machen die Straßen grüner!

 

Quelle: ndr.de, juergen-feder.de