Autor: | Kategorie: Transport News |

Nach drei Jahren Debatte hat das Bundesverfassungsgericht in Deutschland dem nun ein Ende gesetzt: Die Klage von Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg gegen die Feldversuche von Lang-Lkw wurde abgewiesen.

Lang-Lkw weiter unterwegs

„Die Entscheidung des Gerichts ist eine wichtige Grundlage für alle Speditionen, die gemeinsam mit ihren Logistikpartnern mit dieser Transportform Systemverkehre getestet und bereits etabliert haben“, sagt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV.  Die Länder Schleswig-Holstein sowie Baden-Württemberg hatten gegen die Ausnahmeregelung für Lang-Lkw geklagt, die 2011 von der schwarz-gelben Bundesregierung ohne Einbeziehung von Bundestag und Bundesrat erlaubt wurde. Die Kläger hatten in der Ausnahmeregelung einen Verfassungsbruch gesehen.

„Mit der heute bekannt gegebenen Entscheidung ist die formale Debatte beendet und die sachliche Bewertung des Verkehrssystems Lang-Lkw steht wieder im Vordergrund. Der Feldversuch sollte jetzt ergebnisoffen und ohne Rückverlangungsängste fortgeführt und das Streckennetz erweitert werden“, so Huster weiter. Bisher nehmen 38 Unternehmen mit 73 Lang-Lkw am Feldversuch teil und ziehen positive Bilanz. Kosteneinsparung sowie niedrigere Emissionen sprechen eindeutig für den Lang-Lkw. Hier in Österreich spricht man sich dagegen weiterhin gegen die Lang-Lkw aus. Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO): „Wir sehen deren Sinnhaftigkeit nur in Regionen, wo punktuell in kürzester Zeit große Mengen transportiert werden müssen.“

Wichtig ist jedoch, dass es in der EU nicht zu einer „Insellösung“ kommt.

 

Quelle: verkehrsrundschau.de, dvz.de