Autor: | Kategorie: Frachtenbörsen News, Transport News, Umwelt & Logistik |

Auf der Donau herrscht immer mehr Verkehr: seien es zahlreiche Kreuzfahrten oder steigende Transporte. Über die Schifffahrt kann Österreich Güter von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer verschiffen. Letztes Jahr haben sich das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten zusammengefunden und das erste Mal über das Raumentwicklungsprojekt „Donauraum“ und die aktuelle Situation gesprochen.

Die Donau ist der zweitlängste Fluss in Europa, entspringt im Schwarzwald und mündet im Schwarzen Meer. Insgesamt sind 2655km von 2.875km schiffbar, 2412km können von großen Güterschiffen befahren werden. Durch den Main-Donau-Kanal und die Verbindung zum Rhein, können Waren durch insgesamt zehn Staaten vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee transportiert werden. Die Donauregion hat hohes wirtschaftliches Potenzial.

Unter dem Titel „EU-Strategie für den Donauraum – Neue Impulse für Österreich“ arbeiten die EU und die Anrainerstaaten der Donau zusammen um die Region wirtschaftlich attraktiver zu machen. Ziele sind u.a.

  • verbesserte Reisezeiten für wettbewerbsfähige Zugverbindungen zwischen Großstädten im Personenverkehr;
  • planmäßige Umsetzung der vier Güterverkehrskorridore, die durch den Donauraum führen, innerhalb von drei bis fünf Jahren;
  • Entwicklung effizienter multimodaler Terminals in den Donauhäfen, um die Binnenwasserstraßen bis 2020 mit Straße und Schiene zu verbinden

2013 wird die erste Zwischenbilanz gezogen.

Wasserstraßen weisen hohe Kapazitätsreserven und geringe Umweltbelastungen aus. Schiffe haben eine höhere Ladungskapazität als LKW und verbrauchen viel weniger Dieselkraftstoff. Häfen bieten Arbeitsplätze für die Region, sowie Handelspunkte für die Wirtschaft. Stadträtin Wegscheider setzt sich für die Modernisierung von Straße und Schiene ein, sowie für den Ausbau der Häfen als Hubs für Cargo-Verkehre auf der Donau.

Im Transportgewerbe ist in den vergangenen Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Situation ein Rückgang zu vermerken, im letzten Jahr wurden etwa 10 Millionen Tonnen Güter transportiert, im Vergleich zu 2010 10% weniger. Dafür stieg der prozentuale Anteil der Straßentransporte von 52,3 % auf 56%.

Während der Gütertransport schwächelt, schiffen immer mehr Kreuzfahrtschiffe auf der Donau durch Österreich. 2011 waren es insgesamt 1,1 Millionen Gäste, Kreuzfahrten wie Fährüberfahrten, ein Anstieg von 4,8%. Insgesamt wächst die Wirtschaft, im letzten Quartal nur um 0.2 % aber im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten ist ein Wachstum zu verzeichnen.