Autor: | Kategorie: Transport News |

Seit dem 1.1.2015 gilt in Deutschland der Mindestlohn in Höhe von 8,50€. Bereits im letzten Sommer hat man schon gehört, dass es viele Ausnahmen gebe, denn bekannterweise bestätigen eben diese Ausnahmen die Regel. Leider gibt es zu viele Ausnahmen und die eigens eingerichtete Hotline läuft an manchen Tagen heiß, da das Ministerium weitere Gruppen findet, die eingeschlossen werden oder bei der etwas geändert werden muss.

Der Mindestlohn gilt auch im Transportgewerbe. Hier haben sich sehr viele gefragt, ob dies nur für die deutschen Fahrer oder gar nur für deutsche Unternehmen gelte. Wie sieht es mit Kabotage-Fahrten oder Transitfahrten aus? Wer kontrolliert die Zahlung des Mindestlohns? Fragen, die in diesem Artikel geklärt werden, dessen Antworten, aktuell zum 20.1.2015, gelten.

Für wen gilt der Mindestlohn im Transportgewerbe?

Der Mindestlohn gilt für deutsche Fahrer und Unternehmen sowie für alle Fahrer, die in Deutschland unterwegs sind. Sei es eine Kabotagefahrt, eine Transitfahrt oder eine innerdeutsche Fahrt: Der Mindestlohn gilt und muss gezahlt werden.

Wer kontrolliert das?

Der Zoll kontrolliert die Einhaltung des Mindestlohns. Vorab müssen Kabotage- und Transitfahrten dem Zollamt West gemeldet werden.

Was machen Frachtführer?

Spediteure schicken sich aktuell gegenseitig Schreiben und Aufforderungen, den Mindestlohn einzuhalten. Sie möchten sich so gegen Bußgelder und Abmahnungen absichern.

Wie sieht die Praxis aus?

Die Chancen, dass der Mindestlohn großflächig berücksichtigt wird, sind gering, da es nicht genügend Kontrollen bzw Personal für die Kontrollen gibt.

 

Stand 20.1.2015