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Der Winter ist hart. Der Winter ist lang. Stiegen die Temperaturen im Dezember noch in den zweistelligen Bereich, fiel im Jänner und im Februar Schnee en masse bei Minusgraden. Anfang der Woche wurde ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 7.5 verhängt, Straßen in Italien und der Slowakei wurden komplett gesperrt.

Schneefälle sind im Winter nichts besonderes, doch die Mengen, die in den letzten Tagen gefallen sind, sind unüblich. In vielen Teilen des Landes hat es Chaos im öffentlichen und individual Verkehr gegeben. Fahrzeuge blieben stecke, Schienenfahrzeuge konnten aufgrund der Schneemassen nicht fahren. Auf der Gailtal-Bahnstrecke ist ein Zug entgleist. Es wurde niemand verletzt, jedoch musste die Strecke gesperrt werden.

Ebenfalls gesperrt wurde die Brennerautobahn für Fahrzeuge über 7.5t. Für die Fahrzeuge wurde ein Einreiseverbot verhängt. Gestrandete LKW fanden zum Großteil Unterschlupf auf Rasthöfen und wurden dort mit Würsteln und Heißgetränken versorgt. Auf dem Parkplatz Nößlach saßen 200 Fahrzeuge fest, da die Lkw nicht auf dem Pannenstreifen eingefädelt werden konnten.

„Das wäre bei der angesagten Wetterlage ein zu hohes Sicherheitsrisiko, zumal auch für die Schneepflüge die freie Fahrt zum Räumen der Fahrbahn gewährleistet sein muss“, sagte Verkehrslandesrat Bernhard Tilg.

Das Einreiseverbot wurde zwei Tage später wieder aufgehoben. Der Verkehr läuft wieder. Aufgrund der starken Schneefälle bereits im Jänner muss der Luftverkehr ein Minus hinnehmen. Das Cargo-Aufkommen ging um 6.4% zurück. Zahlreiche Flüge mussten gestrichen werden, um reibungslose Abläufe auf dem Rollfeld zu gewährleisten. Am Wiener Flughafen ist man für harte Winter gerüstet. Es wurden zehn neue Enteisungsmaschinen gekauft die bis 300 Flugzeuge täglich enteisen.

Der Winter bleibt und Vorsicht auf den Straßen ist geboten.

 

Quelle: kurier.at