Autor: | Kategorie: Transport News |

In der ersten März-Woche wurden im Linzer Raum Tiertransporter geprüft. 19 wurden angehalten und 16 erhielten  Anzeigen nach dem Tiertransportgesetz. Der Transporter war zu schwer, die Tiere wurden nicht vorschriftsmäßig transportiert und ein Tier verendete während der Fahrt.

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Viele der durch Österreich rollenden Tiertransporte sind überbeladen. Die Tiere sind durch EU-Richtlinien geschützt, doch wird gegen diese Richtlinien sehr oft verstoßen. So auch in der ersten Märzwoche. Bei 19 Kontrollen wurden erhebliche Mängel festgestellt. Neun Transporter durften nicht weiterfahren. In einem Hänger fanden Polizisten ein totes Tier, welches bei Aufladung schwerverletzt war und während der Fahrt verendete. Viele Fahrzeuge hielten sich unter anderem auch nicht an die Geschwindigkeitsregelung.

Hier in Österreich gelten folgende Transportregelungen: acht Stunden Transportzeit für alle Tiere. In europäischen Ländern variieren die Transportzeiten. Kälber und Lämmer müssten bis zu neun Stunden beim Transport ausharren, Schweine bei ständiger Wasserversorgung bis zu 24 Stunden, Rinder bis zu 14 Stunden. Wer Tiere befördert, braucht jetzt eine Zulassung. Ein Satellitennavigationssystem ist obligatorisch, ebenso Temperaturregelsysteme und Tränken im Anhänger. Die Pausenzeiten sind nach Tierarten klar geregelt: Ein 24-Stunden-Stopp ist Pflicht.

„Wenn Tiere aus Europa stundenlang an der Grenze zwischen Drittstaaten in  brütender Hitze auf Abfertigung warten, sind wir mitverantwortlich für deren Leid“, sagt Häusling, EU-Politiker. „Um zu verhindern, dass Speditionen sich aus Profitgründen leichtfertig über Vorschriften hinwegsetzen, brauchen wir mehr und bessere Kontrollen sowie wirkungsvollere Sanktionen“, fordert der Abgeordnete. So sprechen sich insbesondere die Grünen und Tierschützer dafür aus. Sie fordern mehr Kontrollen, treten auch dafür ein, dass statt der Tiere, das direkt das Fleisch in Kühltransportern transportiert wird.

 

Quelle: ooe.orf.at, wienerzeitung.at, europa.eu