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Die Transportbotschafter machen sich auf den Weg ins Hochwassergebiet. Da von deutscher Seite wider Erwarten die Hilfe ungern bzw gar nicht angenommen wurde, fuhren sie nach Usti, Tschechien, wo die TimoCom eine Niederlassung hat. Dort werden sie mit anpacken und die Flutopfer unterstützen. Die Düsseldorfer sammelten bis Samstag, 15. Juni, Spenden um sie dann in Ihrem 40-Tonner TimoTruck nach Tschechien zu bringen.

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Das Hochwasser in Oberösterreich und im Süden Deutschlands hat an den Nerven gezerrt, Leben gekostet, das Volk aber auch zusammengebracht. Von überall kamen Hilfsangebote, sei es in Form von  Sachgütern, Geldspenden oder Einsatzkräften des THW oder der Feuerwehr. Dämme wurden gebaut, gestützt, andere wiederum gesprengt um Städte vor der Flut zu bewahren. Einige der beorderten Hilfskräfte wurden jedoch nie eingeteilt. Ihnen waren die Hände gebunden, sie durften nicht helfen und mussten zusehen.

Auch Jochen Dieckmann von den Transportbotschaftern kann dies bestätigen. Unzählige Telefonate hat er geführt und Hilfe von Firmen angefordert sowie Hilfe von seinem Team im Hochwassergebiet angeboten. Hier stieß er hauptsächlich auf verschlossene Türen. „Wir haben natürlich auch bei uns Hilfe angeboten, aber die Unterstützung des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr war schon so groß, dass weitere Hilfe laut der Ansprechpartner nicht mehr notwendig war.“

Deswegen entschieden sich die Transportbotschafter ihren TimoTruck zu beladen und zur Niederlassung der TimoCom nach Usti in Tschechien zu fahren. Die Stadt ist von den Fluten ebenfalls stark betroffen und überflutet worden. 25 Paletten mit Hilfsgütern u.a. in Form von Reinigungsmitteln, Eimern und Desinfektionsmitteln wurden es am Ende. „Es war alles vom Feinsten und alles dabei, was man zum Aufräumen braucht. Das haben wir direkt in der Altstadt vor dem Rathaus entladen.“ Sagt Dieckmann.

Das Ausmaß der Fluten ist unglaublich und wie hoch der Schaden ist, der durch die Flut angerichtet wurde, kann noch nicht geschätzt werden, da nur langsam mit den Aufräumaktionen begonnen werden kann. Stimmen wurden laut, dass Hochwasserschutzmaßnahmen nicht ausreichend gewesen seien und man wenig aus den Folgen der Flut von vor zehn Jahren gelernt habe.

 

 

Quelle: rp-online.de, verkehrsrundschau.de, spiegel.de