Autor: | Kategorie: Transport News, Umwelt & Logistik |

In Großbritannien, weiten Teilen Europas und vor allem in den USA ist der Lebensmitteleinkauf über das Internet weit verbreitet. Die Ware wird beim Supermarkt der Wahl bestellt und am nächsten Tag zu einer vereinbarten Zeit geliefert. Dies ist mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden, jedoch funktioniert ist und boomt. Nur Deutschland und Österreich hängen mit einem Anteil von etwa 7% online getätigten Einkäufen hinterher.

Versandhäuser wie Amazon, Zalando oder Otto erfreuen sich über steigende Verkaufszahlen. Käufe von Kleidung, Schuhen und Technik über das Internet hat sich durchgesetzt, nur der Kauf von Lebensmitteln nicht, dabei kann man die mittlerweile auch bequem bei seinem Lieblingssupermarkt bestellen und sich zu einer bestimmten Zeit liefern lassen. Was uns jedoch abhält: sind die Produkte wirklich frisch? Ist die Bestellung vollständig? Einen Vorteil hat es definitiv: es wird nur geliefert was bestellt wurde und das schont den Geldbeutel, da Spontankäufe vermieden werden.

Hier ist es nun an den Logistikern gelegen, Konzepte zu erarbeiten, die die Verteilung möglich machen. Ulrich Reinhardt, Zukunftsforscher und Planungsstab des deutschen Bundeskanzleramts, ist der Meinung, dass den meisten Kunden von übermorgen nicht der Preis, sondern die Schnelligkeit der Lieferung am wichtigsten sein wird. Wenn die Verbraucher gute Erfahrungen machen, steht steigenden Zahlen nichts mehr im Weg.

Bis heute sprechen die Zahlen eindeutig für sich: in den vergangenen zwei Jahren ist weltweit die Bereitschaft zum Kauf von Lebensmittel über das Internet um 44% gestiegen. Allein in Deutschland steigt der Absatz übers Internet von Lebensmitteln, Delikatessen und Wein um 53%. In der Schweiz verzeichnete der Supermarktkonzern Coop im ersten Halbjahr ein Wachstum von 13%. Für viele Menschen ist der Einkauf von Lebensmitteln ein tägliches Ritual, weswegen

Dachser hat ein System ausgearbeitet, in dem eine Ware aus der „Produktion des Kunden oder von Zulieferanten, die in der ganzen Welt sitzen können, in eines von Dachsers Warehouses gebracht, dort gelagert, kommissioniert, konfektioniert und anschließend zu nahezu jedem Punkt in Europa zugestellt werden.“ Durch solche Systeme wird die Qualität gewährleistet. Jetzt müssen nur noch die Supermärkte ihre Webseiten mit kundenorientieren Produktnamen überarbeiten und der online-Versand wird seinen Umsatz weiter steigern können.

 

Quelle: mm-logistik.vogel.de, at.nielsen.com